Eurovelo 8 | Etappe 7

Auf der heutigen Etappe des Eurovelo 8 in Kroatien fahre ich zuerst aus der Bucht von Rabac den Berg hinauf nach Labin und folge dann der D66 bis Brestova, von wo ich mit einer Fähre auf die Insel Cres übersetze.

Ich bin vorgestern in Rabac angekommen und habe dort gestern einen sehr angenehmen Ruhetag verbracht. Heute soll es nun weiter gehen, aber dafür muss ich aus der Bucht heraus die steile, drei Kilometer lange Straße hoch nach Labin fahren. Ich komme relativ früh vom Campingplatz weg und nehme den Anstieg in Angriff. Es gibt keinen Standstreifen an der Straße, ich kann also nicht stehen bleiben und ausruhen und muss in einem durchfahren. Zum Glück ist die Straße nicht so steil wie befürchtet, es gibt doch einige Buchten in denen ich ausruhen kann, und so bin ich nach einer halben Stunde oben in Labin.

Blick zurück in die Bucht von Rabac

In Labin entscheide ich mich der D66 Richtung Rijeka und nicht dem Eurovelo 8 zu folgen, da dieser wieder einen größeren Schlenker macht, den ich nicht verstehe.

Hauptstraße D66

Die Entscheidung erweist sich als richtig, denn auf dieser Straße geht es fast nur bergab bis Volzilici. Unterwegs hat man schon Ausblick in die Bucht von Plomin.

Bucht von Plomin

Von Volzilici geht es wieder bergan in Richtung Brestova, das jetzt noch 13 Kilometer entfernt ist und von wo die Fähren zur Insel Cres ablegen. Es geht stetig bergan und unten im Tal kann man das Kraftwerk von Plomin Luka liegen sehen.

Kraftwerk Plomin Luka

Es geht weiter hinauf bis Plomin, wo ich eine Pause mache und von wo man Aussicht auf den Ausgang der Bucht hat.

Plomin

Bucht von Plomin

Es geht weiter bergan, bis die Straße vorne oberhalb des offenen Meeres nach Norden abbiegt. Jetzt geht es bergab und bald sind es nur noch 4,5 Kilometer bis zur Fähre. Die Stichstraße hinunter zum Anleger hat ein Gefälle von 14%.

Ich sause hinunter, verpasse fast das Fahrkartenhäuschen, halte aber noch rechtzeitig an. Mit dem Ticket in der Hand rase ich weiter und komme gerade noch an Bord bevor die Fähre ablegt. Glück gehabt.

Fährüberfahrt nach Cres

Fähre in Cres

Bild 10: Fähre in Cres

Auf Cres geht es direkt vom Fähranleger aus wieder steil bergan. Ich lasse erstmal alle Autos und Lastwagen von der Fähre vorbei und habe dann die Straße für mich allein, bis die nächste Fähre kommt. Ich mache recht schnell etliche Höhenmeter.

Es geht weiter bergan und als ich sehe, dass wieder eine Fähre anlegt suche ich mir ein schattiges Plätzchen am Straßenrand, mache Pause und lasse die Autos vorbei.

Es geht dann immer weiter bergan und die Aussichten werden immer doller.

Irgendwann wechselt der Berghang von der linken auf die rechte Seite. Ich muss wohl einen Pass überfahren haben ohne es zu merken.

Irgendwann ist es genug für heute. Drei heftige Anstiege reichen für einen Tag. Es ist zwar noch früh und ich bin noch fit, aber ich will mich nicht wieder überanstrengen. Also suche ich mir ein geschütztes Plätzchen am Wegesrad, verbringe dort den Rest des Nachmittags und baue dann in der Dämmerung mein Zelt auf.

Mein privater Campingplatz

Bald ist es stockfinster, die Grillen fangen an zu zirpen und unzählige Sterne gehen am Himmel auf. Ich bin heute genau vier Wochen unterwegs und bin in Kroatien auf der Insel Cres auf 450 Höhenmetern ganz allein im Wald . Ich kann es nicht glauben.

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