Von Castellina nach Siena

Es regnet und es tropft ins Zelt. Wir drehen uns noch einmal auf die Seite und als es Zeit ist aufzustehen hat es auch schon aufgehört. Wir wollen heute unsere Wanderung von Vorgestern fortsetzen, diesmal aber ohne Gepäck. Nach dem Frühstück am Kiosk lassen wir uns von einem netten älteren Ehepaar im Auto mitnehmen. Unterwegs fängt es wieder an zu regnen, aber die Herrschaften wollen sowieso erst noch Chianti kaufen und nehmen uns mit auf ein Weingut. Nachdem 2 Kisten im Kofferraum verstaut sind hört es auch schon wieder auf zu regnen, wir werden in Castellina ausgesetzt und besorgen erst einmal Proviant für die Tour.

Chianti-Gebiet bei Castellina

Chianti-Gebiet bei Castellina

Nachdem wir noch ein Etruskergrab besucht haben finden wir auch den Einstieg in den Weg. Er ist gut mit roten Punkten am Boden markiert, aber man muss trotzdem aufpassen, denn die Landschaft ist so schön, dass man selten nach unten schaut. Die Wolken hängen immer noch tief und es sieht wieder nach Regen aus.

Tief hängende Wolken

Tief hängende Wolken

Der Pfad wird schmaler, die nassen Äste hängen über den Weg und ein kurzer Regenschauer geht auf uns nieder. Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig uns in einen Pinienwald unterzustellen. Ein Fahrweg geht nach links den Hügel hinauf, rechts ist der beschriebenen Zypressenwald, auf der anderen Seite des Hügels geht es an einem Weinfeld bergab, der Schlamm bleibt in dicken Klumpen an unsern Schuhen hängen.

Weinberge im Chianti-Gebiet

Weinberge im Chianti-Gebiet

Drüben liegt der beschriebene Weiler Tregole, die Straße dahin ist befestigt. An Haus Nummer 83 soll man nach rechts einen Weg hinunter gehen, aber wir gehen erst mal in den Ort, ein ganz stiller Platz. Wir setzten uns auf eine Mauer und merken gar nicht wie langsam die Wolkendecke aufreißt. Es ist ganz ruhig und vor uns liegt das Tal, kein Mensch ist zu sehen.

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Der Weg ist etwas zugewachsen, nach 100 Metern kommt die beschriebene Maria, wir sind richtig, dann stößt der Weg auf einen aufgeworfenen Erdwall, oben soll ein Reitplatz sein, ohne die guten Markierungen hätten wir das nicht gefunden. Mitten auf der Wiese schaut der Fels raus und da ist ein Pfeil drauf gesprüht. Wir kommen auf einen geschotterten Fahrweg, merken bald, dass wir falsch gelaufen sind, die Häuser die hier erscheinen sind nicht beschrieben. Wir finden wieder die Markierungen, überqueren die Straße und kommen in einen Ort, Fonterutoli. Es riecht gut nach Essen, wir wollen uns erst noch den Ort ansehen, bevor wir einkehren. die Leute grüßen uns, wir gehen hinunter bis zur Kirche. Die Küche des Lokals ist leider geschlossen, wir überlegen was wir machen sollen, wir beschließen hier trotzdem Pause zu machen, setzten uns weiter unten auf eine Bank und machen Picknick. Die Sonne ist jetzt richtig warm, die Wolken sind weg.

Blick zurück auf Fonterutoli

Blick zurück auf Fonterutoli

Wir finden den richtigen Weg aus dem Dorf, ein breiter Schotterweg, der sich am Hang entlang schlängelt. Irgendwann sehen wir Fonterutoli hinter uns am Berg liegen und vor uns die Türme von Siena, der Weg geht in eine ganz andere Richtung den Berg hinunter. Irgendwann wird das Land offener, wir laufen durch ein Zypressenrondell auf ein Gehöft zu das oben auf dem Berg liegt, an der Mauer entlang nach rechts, wir werden von Hunden angebellt und dann geht es die Auffahrt herunter, wir wissen unten nicht weiter, finden die 6 beschriebenen Zypressen und den Tümpel. Aber erst als wir die Beschreibung dreimal gelesen haben verstehen wir den Sinn und finden den richtigen Weg, den man bei schlechtem Wetter anders gehen soll.

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Wir passieren wieder ein Gehöft, dann geht es lange auf einer Hügelkette über Grasland. Wir kommen durch ein Dorf, es ist nicht ganz so klar ob wir richtig sind, aber unten an den Kiefern ist ein roter Punkt, von dem ich aus der Ferne geglaubt hatte, dass es ein Astloch sei. Unten im Tal ist dann auch der Ort, die Abzweigung ist gut markiert, aber der Weg den Hügel hinauf ist ungeheuer anstrengend. Der ganze Weg ist zertrampelt, wahrscheinlich von Schafen, die Hufe haben sich tausendfach in den Schlamm gedrückt, der jetzt in der Sonne getrocknet ist. So wird das Laufen schwer.

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Auf dem Hügel liegt Basciano, ein kleiner Ort, ein paar Häuser und eine Kirche, bei 5 anstatt wie im Führer beschriebenen 4 Zypressen geht es links einen zugewachsenen Pfad herunter, wir müssen eine Mauer herunter springen und dann geht es durch Urwald. Weiter geht es unter der Bahnlinie und der Straße her, der Weg schlägt einen Bogen, führt wieder unter Straße und Bahnlinie durch, nah an den Ort zurück. Da hätten wir auch über die Wiese abkürzen können. Es geht durch den Wald an einem Zaun entlang, wir kommen auf die Ausläufer von Siena, ein Ort in dem uns die alten Leute bestaunen. Wir müssen an einer Abzweigung Pause machen und als wir weitergehen erscheinen die ersten Neubauten und dann sind wir ganz nah an der Bushaltestelle, dem Endpunkt dieser wunderschönen und fast 25 Kilometer langen Wanderung.

Endpunkt der Wanderung

Endpunkt der Wanderung

Wir haben Glück und es kommt schon nach 5 Minuten ein Bus. Wir fahren zurück zum Campingplatz und planen morgen weiter nach Volterra zu fahren.

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