Trim Castle, Mullingar und Busfahrt nach Athlone

Heute war es dann bewölkt und glücklicher Weise nicht mehr so heiß. Wir schafften es daher ziemlich zügig bis Trim. Wir stellten die Räder unter dem Castle samt Gepäck ab und sahen uns die Ruine, die teilweise ein Golfplatz war, in aller Ruhe an.

Trim Castle

Trim Castle

Wir nahmen dann die Landstraße über Ballivor und Killucan und kamen am späten Nachmittag in Mullingar an.

Torfabbau

Straße im Nichts

Wir waren ziemlich müde und erschöpft, wir planten mit dem Zug nach Athlone zu fahren, aber die Strecke war stillgelegt worden, also nahmen wir den Bus. Die Fahrräder packten wir hinten in das Gepäckteil ein. Wir wurden vom Busfahrer angewiesen das selber zu machen und dann ging es los.

Die hier verlinkte Karte von Google-Maps zeigt einen ungefähren Überblick über die gefahrene Tagesetappe! (Externer Link)

Ich war etwas desorientiert und musste die anderen Fahrgäste oft fragen wo wir nun waren. Aber jeder sprach die Ortsnamen anders aus und ich konnte sie wieder auf der Karte nicht finden. In Athlone machten wir uns auf die Suche nach einem B+B. An einem Haus öffnete uns ein alter Herr. Die Landlady sei nicht da, aber wir könnten uns das Zimmer trotzdem ansehen. Es ging nach hinten hinaus mit Blick auf Garten und eine große Hecke, wir dachten nach den 2 letzten Nächten hätten wir endlich eine ruhige Unterkunft gefunden. Er zeigte mit seiner zittrigen Hand auf die Möbel, „This is this.“ und „This is that.“. Dann fing es plötzlich an zu donnert und zu pfeifen, das ganze Haus zitterte, es sah so aus als zitterte der Mann auch deswegen. „And that’s the train!“, sagte er noch. Hinter der Hecke lief die Eisenbahnlinie, oh Schreck, aber ich glaube es war der letzte Zug für diesen Tag.

Die Dusche wurde nicht warm. Ich duschte kalt, später wurde mir erklärt, ich hätte nur an einer bestimmten Schnur ziehen müssen. Wir gingen im Ort noch essen und einen trinken. Auf einer Brücke über den Shannon breitete ein Betrunkener seine Arme aus und sang dazu: „La la la!“. Auf dem Rückweg kamen wir noch an einer Kneipe vorbei aus der irische Musik drang, aber wir gingen nicht mehr rein.

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