Von Kaiseraugst bis Zürich

Mein erstes Ziel heute ist die Anlegestelle der kleinen Fähre, wo ich dem Fährmann seine 5 Franken überreiche. Er ist sichtlich gerührt und wünscht mir eine gute Weiterfahrt durch die Schweiz. Ich bin immer noch völlig orientierungslos und versuche einfach dem Rhein aufwärts zu folgen. In Rheinfelden fahre ich über die Brücke zurück nach Deutschland.

Rhein bei Rheinfelden

Rhein bei Rheinfelden

Dort erwartet mich ein grimmig dreinschauender Grenzer, der kurz überlegt ob ich wohl Schwarzgeld in meinen Fahrradtaschen habe. Aber dann lässt er mich unkontrolliert einreisen. Direkt hinter der Brücke gibt es einen kleinen Pfad, der nach einem Fahrradweg aussieht. Doch der endet schon bald an einer Treppe die mit Dornengestrüpp überwuchert ist, das mir beim Fahrrad schleppen die Arme zerkratzt.

Ende Gelände

Ende Gelände

Ohne zu wissen wo man ist und wie weit es noch ist macht es keinen richtigen Spaß. In Bad Säckingen überquere ich den Rhein über die Holzbrücke wieder in die Schweiz hinein und bleibe dann auch am südlichen Ufer.

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Endlich, nach langer Fahrt, vorbei am Kernkraftwerk Leibstadt, komme ich an die Mündung der Aare. Aber welch Schreck. Die Straße den Fluss hinauf ist wegen eines Radrennens gesperrt. Ich spreche einen netten Polizisten an der mich durchlässt und über die Brücke ans andere Ufer schickt, wo ich weiter fahren kann.

Die Aare

Die Aare

Die Straße führt jetzt nicht mehr am Fluss entlang sondern durch die Orte. Ich muss aufpassen die Abzweigung nicht zu verpassen. Aber erstmal kommt das inzwischen vierte Kernkraftwerk meiner Reise: Beznau, das auf einer Aareinsel liegt. Die Schweizer haben ihre AKWs schön grenznah gebaut, damit die Schweiz beim Supergau möglichst verschont bleibt.

Dann ist sie da, die Mündung der Limmat, dem Fluss der durch Zürich fließt. Und Zürich ist jetzt auch ausgeschildert. Es wird immer städtischer und industrieller. Autohändler, Baumärkte und andere hässliche Zweckbauten kündigen die große Stadt an. Und plötzlich ist es da. Das Ortsschild von Zürich.

Endlich am Ziel

Endlich am Ziel

Ich habe es tatsächlich geschafft. 13 Tage habe ich bis hierher gebraucht inklusive einen Tag Pause in Straßburg. Ich kann es kaum fassen. Keine einzige Panne und auch sonst nix schlimmes passiert. Und: keinen einzigen Tropfen Regen abbekommen in der ganzen Zeit. Unglaublich. Super Tour!!!

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