Eurovelo 8 | Etappe 28

Auf dieser Etappe des europäischen Fernradwegs Eurovelo 8 fahre ich weiter entlang der albanischen Riviera von Himare bis in den kleinen Ort Lukove. Ich wache recht früh auf und fühle mich wieder fit. In der Nacht hat es geregnet, aber jetzt ist es leicht bewölkt und ab und zu kommt die Sonne heraus.

Blick vom Balkon

Gegen 9 Uhr bin ich wieder auf der Straße. Der Himmel hat sich inzwischen zugezogen und es ist schon recht warm. Gleich hinter Himare beginnt der erste Anstieg. Es läuft gut, an einer steileren Stelle überlege ich kurz ob ich absteigen soll, fahre aber durch. Das funktioniert problemlos, gestern wäre ich jetzt in Schwierigkeiten gekommen. Es gibt die ersten Ausblicke.

Der erste Anstieg

Blick zurück

Blick hinunter

Blick auf die andere Seite

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In den folgenden Stunden geht es immer auf und ab, vorzugsweise von Meereshöhe aus steil hinauf, dann ein Stück den Hang entlang, dann in ein Flussbett hinunter, dann in Serpentinen wieder bergan und danach wieder steil bergab auf Meereshöhe. Die Steigungen machen mir heute kaum etwas aus, dafür sind die Abfahrten um so anstrengender. Ich kann wegen der gerissenen Speiche hinten nicht schnell fahren, überall lauern Schläglöcher und so muss ich wieder mit angezogenen Bremsen fahren und die Bremskraft lässt spürbar nach. Zwischendurch wird der Himmel dunkel und es fallen ein paar Tropfen.

Auf den Fotos kommt die gewaltige Bergwelt gar nicht richtig zu Geltung, an den spektakulärsten Aussichtspunkten kann ich meist nicht stehen bleiben und Gegenlicht und Dunst machen es auch nicht besser.

Die Badeorte und das Meer liegen oft für mich unerreichbar weit unterhalb der Straße.

Nach einem extrem langen Anstieg komme ich in dem kleinen Ort Lukove über den Berg und gönne mir eine Pause in einem Café an einer Tankstelle. Ich bin noch völlig fit, aber ich mache mir Sorgen wegen der nun folgenden Abfahrt. Deshalb schaue ich im Internet nach einem Hotel in meiner Nähe und es stellt sich heraus, dass sich genau gegenüber auf der anderen Straßenseite eins befindet, das Zimmer für 14 Euro anbietet. Ich gehe hinüber und entscheide mich nach einer Besichtigung hier zu bleiben. Es ist zwar nicht mal 14 Uhr und ich würde es heute sicherlich noch bis Sarande schaffen, aber mir sind meine abgefahrenen Bremsen nicht geheuer. Gerade habe ich eingecheckt, da fängt es an zu donnern, aber die vorhergesagten Gewitter ziehen vorbei. Im Laufe des Nachmittags gelingt es mir die Bremsbeläge zu wechseln, die ich mir eigens für diesen Fall mitgenommen habe.

Blick von meinem Balkon

Leider muss ich dann feststellen, dass ich meine deutsche SIM-Karte wohl verloren habe, die ich für die albanische aus meinem Telefon nehmen musste und nicht sicher genug verstaut habe. Da ich dann auf Korfu kein Internet haben werde buche ich vorsichtshalber für den 14. Oktober jetzt schon einmal einen Rückflug nach Düsseldorf.

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