Der Wald von Bucaco

Heute wollen wir zum Wald von Bucaco fahren. Wir buchen unser Hotelzimmer in Coimbra für eine zweite Nacht und nehmen den Zug nach Loso. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des Ortes. Eine Straße führt den Berg hoch, es wird schon warm, und der Wald von Bucaco ist bald ausgeschildert. Im Ortszentrum gibt es ein Touristenbüro und dort erhalten wir einen bunten Plan von Ort und Wald. Es geht über Treppen bergan, der Wald ist noch ganz frisch und grün, und das im November.

Aufstieg über Treppen

Aufstieg über Treppen

Frisches Grün im November

Frisches Grün im November

Oben klettern wir über die Felsen, wir finden die Porte de Coimbra, einfach ein paar Türen, geschmückt mit aufgeklebten bunten Steinen. Hier bekommen wir einen ersten Eindruck vom Herbst, die Bäume vor dem Tor haben keine Blätter mehr. Wir setzen uns auf die Mauer in die Sonne. Nicht weit entfernt liegt das Kloster, zwischen den Bäumen taucht der Palast mit dem Hotel auf. Hier sind auch wieder Portugiesen, man kann mit dem Auto herfahren.

Aussichtsgenießer

Aussichtsgenießer

Es geht weiter bergan auf einem gepflasterten Weg, der sich in Serpentinen den Berg hinaufschlängelt. Die Stationen der Leiden Christi sind in kleinen Kapellen dargestellt, weiter oben sind die profanen Figuren sogar farbig. Dann ein kleiner Turm an einem Bruchsteinhäuschen auf den man steigen kann. Von hier schaut man auf die verschiedensten Baumwipfel, denn die Mönche haben Baumsamen aus aller Welt zugeschickt bekommen und hier ausgesät.

Blick auf die Baumwipfel

Blick auf die Baumwipfel

Beim Abstieg huscht eine Schlange über den Weg und windet sich dann in einen Busch. So ein großes Tier habe ich noch nie in freier Wildbahn gesehen.

Die Schlange

Die Schlange

Inzwischen ist es schon später Nachmittag, es wird früh dunkel und es fährt nur noch ein Zug zurück nach Coimbra. Wir müssen uns beeilen. Der Weg vom Luso zum Bahnhof ist unbeleuchtet, es ist stockfinster, aber wir schaffen es noch pünktlich. Aber der Zug kommt nicht. Wir warten, die Leute auf dem Bahnsteig werden nervös. Irgendjemand meint, es gäbe noch einen Bus der vom Ort aus losfahren würde. Wir schließen uns den anderen an. Als wir auf einer Brücke die Gleise überqueren fährt der Zug unter uns durch. Wir hätten nur noch 5 Minuten länger warten müssen. Laut Fahrplan soll tatsächlich noch ein Bus nach Coimbra fahren, aber auch nach einer Stunde warten kommt er nicht. Also teilen wir uns mit anderen Leuten ein Taxi, der Fahrer nimmt zum Glück 5 Personen mit. Was für ein Abenteuer. Als wir endlich in Coimbra ankommen bezahlt einer unserer Mitfahrer den Fahrpreis, will aber von uns kein Geld haben. Wir sind total geschafft, suchen uns ein gutes Restaurant und gehen nach dem Essen zurück zum Hotel.

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